Coronavirus – Die Lage in Tansania

Auch in Tansania bestimmt der Corona-Virus den Alltag: Schulen und Universitäten sind bis auf weiteres geschlossen und öffentliche Zusammenkünfte sind untersagt – außer der Besuch von Kirchen und Moscheen.
Während die Nachbarstaaten mit weitaus härteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus vorgehen, spielt Tansanias Präsident die Bedrohung durch die Krankheit Covid-19 herunter. Bisher sind offiziell 19 Menschen in Tansania positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, ein Mensch starb an der Krankheit (Stand 1.4.2020).

Länder mit einem schwachen sozialen, ökologischen und medizinischen System wie Tansania sind von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Infizierte Menschen können nicht ausreichend behandelt werden und Jobverluste und Einkommenseinbußen werden nicht durch ein staatliches System ausgeglichen. Hinzu kommt, dass präventive Verhaltensmaßnahmen in den Lebens- und Wohnverhältnissen schwer umsetzbar sind. Umso wichtiger ist daher nun ein solidarischer und partnerschaftlicher Umgang mit Ländern im Globalen Süden.

In der Region Mbinga, in der der Würzburger Parterkaffee wächst, ist bisher noch kein Corona-Fall bekannt. Wir stehen dennoch eng mit unserer Partner-Kooperative Mahenge Amcos in Kontakt, um gemeinsam Wege zu finden, wie wir die Bäuerinnen und Bauern in dieser Situation unterstützen können. Dabei denken wir sowohl an präventive Maßnahmen als auch an die Unterstützung des lokalen Gesundheitssystems.

Update 21.04.2020:

  • 254 positiv getestete Fälle, 10 Menschen starben an Corona, 11 Menschen sind wieder genesen
  • Die Zahl der Neuinfektionen steigt täglich an
  • 2 positiv getestete Fälle in der Region Ruvuma (dort liegt Mbinga)
  • Magufuli ist weiterhin einer der wenigen Staatsführer, die die Bedrohung des Virus herunterspielen. Schulen und Universitäten bleiben geschlossen, Märkte und Geschäfte sind aber weiterhin geöffnet. Er rief die Bevölkerung dazu auf, sich an Gott zu wenden, der Tansania vor dem Virus beschützen wird. Außerdem sollen die Menschen die Wirtschaft am Laufen halten.


Update 22.04.2020

  • In der Region Ruvuma ist das erste Todesopfer infolge einer Coronainfektion zu beklagen

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