Kaffee im Homeoffice – Tipps für die Zubereitung mit dem Handfilter

Guter Kaffee macht gute Laune – und das ist bei der Arbeit im Homeoffice besonders wichtig, um bei der Stange zu bleiben. Die Kaffeezubereitung mit dem Handfilter ist dafür ideal, denn sie ist einfach und schnell. Mit der richtigen Technik ist das Ergebnis großartig – der Kaffee überrascht mit klaren, kräftigen Aromen. Denn der Filter hält unter anderem Bitterstoffe zurück, wodurch filigrane Geschmacksnoten hervortreten.

Kaffee frisch aufbrühen

Allerdings gibt‘s bei der Zubereitung mit dem Handfilter ein paar Dinge zu beachten, um das volle Aroma herauszukitzeln. Hier unsere 7 Tipps:

1. Der Mahlgrad

Am besten ist es stets, die Kaffeebohnen frisch zu mahlen. Woran man Bohnen von hoher Qualität erkennt, erklären wir hier.

Für den Handfilter nimmt man einen mittleren Mahlgrad, denn dieser bestimmt die Durchflussgeschwindigkeit – also wie lang ein Kaffeekrümel extrahiert wird. Zu fein gemahlen kann der Kaffee sauer oder bitter werden. Bei einer Skala der Kaffeemühle von 1 bis 10 ist der Mahlgrad 5 bis 6 empfehlenswert.

Wer lieber bereits gemahlenen Kaffee verwendet, liegt mit unserem Artikel 1000 genau richtig.

Geht es um klare Bohnenempfehlungen für den Handfilter müssen Expert*innen nicht lange überlegen: Alle Ostafrikaner – so wie unser Tansanier – sind ideal für Handfilterkaffee.

Ein mittlerer Mahlgrad ist perfekt für den Handfilter

2. Die Dosierung

Bei der Dosierung rechnen die meisten Experten in „Tassen“. Gut fährt man mit der alten Dosierformel „Ein Löffel pro Tasse“ – ein typisches Kaffeelot fasst meist 8 Gramm. Letztlich ist es aber Geschmackssache, wie stark man seinen Kaffee mag. Hochwertiger Kaffee ist meist sehr ergiebig. So kann man auch von unserem Kaffee etwas weniger Pulver verwenden und hat trotzdem das volle Aroma.

3. Der Filter

Der Kaffeefilter kann den Geschmack durchaus beeinflussen und sollte keinen starken Eigengeschmack haben. Zuerst wird die Naht geknickt, damit die Tüte aufklappt und in den Filterhalter passt. Nun wird der Filter mit warmen Wasser durchgespült. Dadurch wird der leichte Eigengeschmack des Papierfilters entfernt und der Filterhalter angewärmt. Das Wasser anschließend wegschütten.

4. Das Kaffeepulver leveln

Ein Tipp, der viel bewirkt: Das Kaffeepulver nicht einfach in den Filter schütten, sondern für eine ebene Oberfläche sorgen. Das nennt man „leveln“. Dafür wird der Handfilter leicht geschüttelt. So wird das gesamte Pulver gleichmäßig von Wasser erwischt.

Das Pulver sollte im Filter keinen Berg bilden, sondern eben sein

5. Die Wassertemperatur

Finger weg von kochendem Wasser! Die ideale Wassertemperatur liegt etwa bei 93 – 95 °C. Toll ist deshalb ein Wasserkocher mit einstellbarer Wassertemperatur. Ansonsten greift die altbekannte Formel: Siedepunkt des Wassers plus 90 Sekunden Wartezeit.
Die Wassertemperatur hat einen sehr großen Einfluss auf den Geschmack. Ist das Wasser heißer, schmeckt der Kaffee bitter bis beißend. Ist das Wasser kälter als 85 °C, schmeckt der Kaffee wässrig bis sauer.

6. Das Blooming

Für eine Geschmacksexplosion sorgt das sogenannt „Blooming“. Dafür wird zunächst nur so viel Wasser in den Filter geschüttet, bis das Kaffeepulver bedeckt ist. Jetzt 30 Sekunden warten. Der Kaffee beginnt zu quellen und man sieht kleine Bläschen, während Gase entweichen. Der gemahlene Kaffee saugt sich mit Wasser voll, was die Extraktion begünstigt.

Das Blooming bereitet den Kaffee auf die Extraktion vor

7. Die Extraktion

Nach dem Blooming wird der Handfilter weiter mit Wasser aufgegossen. Das Wasser langsam in kreisenden Bewegungen dazugeben. Wichtig ist beim Aufgießen, dass sich kein Krater bildet, denn sonst wird der Kaffee unterextrahiert. Bei mittlerem Mahlgrad sollte der Kaffee nach 3 – 4 Min. fertig sein. Das ist eine gute Extraktionsdauer.
Sollte nach dem ersten Volldurchgang noch Wasser übrig sein, sollte man den Aufguss erst wiederholen, wenn das Wasser des ersten Durchgangs komplett durchgelaufen ist.

Das Wasser langsam in kreisenden Bewegungen zugeben

Fertig ist ein wunderbar aromatischer Kaffee voller Nuancen! Was sich vielleicht zunächst mal weit komplizierter anhört, als das oft erlernte schnelle Aufbrühen ohne Regeln, wird schnell zur Gewohnheit. Der Kaffee dankt es einem definitiv, achtsam vorzugehen. Wer mag, kann den Vergleich machen – und wird erstaunt sein über den riesigen Unterschied, den unsere Tipps zum Aufbrühen machen.

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